Hybrid-Piano

Ein Hybrid-Piano ist, salopp ausgedrückt, eine Kreuzung zwischen normalem, das heißt akustischem und elektronischem Piano, denn auf diesem Instrument werden die Töne elektro-mechanisch erzeugt. Es ist damit ein „Nachfahr“ der elektro-akustischen Pianos, die schon zu Beginn der 1930er Jahre von einem deutschen Erfinder in Zusammenarbeit mit deutschen Firmen entwickelt wurden.
Die ersten für die Allgemeinheit erhältlichen Vertreter dieser Instrumentenklasse wurden von japanischen Herstellern gefertigt und kamen ab 1977 auf den Markt.
Ein Hybrid-Piano zeigt äußerlich die Form eines Klaviers oder eines Flügels. Wie bei diesen Instrumenten wird der Ton durch das Anschlagen von Saiten erzeugt, die jedoch kürzer sind als beim akustischen Piano. Ein Hybrid-Piano hat keinen oder nur einen kleinen Resonanzkörper, daher ist der erzeugte Ton relativ leise. Er wird durch ein Piezo-Tonabnehmersystem abgenommen und über Lautsprecher verstärkt.
Da für ein Hybrid-Piano leichte Materialien verbaut werden, nämlich kein Holz, sondern Kunststoffe, und da die Tonerzeugungsmechanik relativ klein ist, wurde das Hybrid-Piano in den 1980er Jahren zu einem Klavierersatz, der transportabel und relativ günstig zu erwerben war. Hybrid-Pianos fanden daher in der Popmusik der 1980er Jahre starke Verbreitung.
Für den nicht-professionellen Gebrauch hat das Hybrid-Piano einige Vorzüge: Wegen seines kleineren Resonanzkörpers ist es „platzsparend“. Da es weniger Raum in Anspruch nimmt, lässt es sich auch in einer normal geschnittenen Wohnung stellen. Einige neuere Hybrid-Pianos weisen zudem eine Erweiterung auf, die ihre Nutzung in Privatwohnungen auch in Miethäusern begünstigt: In das Instrument ist ein Digitalpiano eingebaut. Das heißt, Klaviermechanik und Tastatur lassen sich voneinander abkoppeln. Auf diese Weise kann man jederzeit üben, hört den Ton über Kopfhörer und erspart sich Nachbarschaftsärger wegen „Geräuschbelästigung“.

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